Glasmacherdorf Schmidsfelden

Das Glasmuseum informiert ausführlich über die Geschichte der Glasmacherei im Gebiet der Adelegg. Deutlich wird dabei die breite Produktionspalette der Hütte: Ob Tintengläsle oder großer Schlegel, Schnupftabak-Fläschle oder Weinkaraffe, Butzenscheibe oder großflächiges Fensterglas, in Schmidsfelden wurde vielseitig produziert.

Das dunkle Herz des Allgäus: Ein mächtiges Waldbergland zwischen Kempten, Leutkirch und Isny, zwischen Wengen und Wiggensbach, Eschach und Friesenhofen. Mittendrin das Grenzdorf Kreuzthal-Eisenbach als Herzstück. Eschach und Kürnach gliedern das zerklüftete Bergland aus Nagelfluh mit seinen zahllosen steilen Tobeln und einsamen Flecken. Eine wilde Landschaft für Wanderer und Naturfreunde – Flora und Fauna suchen ihresgleichen. Die Adelegg wurde erst spät besiedelt, bis ins 17. Jahrhundert streiften nur Jäger und Hirten durch die tiefen Wälder. Dann erst kamen die Holzfäller und mit ihnen die Glasmacher. Sie rodeten die Adelegg oft radikal und siedelten auf den Hängen. Heute ist die Adelegg eine bedrohte Landschaft. Die alten Bergbauern sind abgewandert, der Wald ist wieder vorgerückt.

Der neue Glasmacherweg führt zu den einstigen Standorten, zu den verschwundenen Dörfern der „zersprungenen Zeit“, ins neu erblühte Glasmacherdorf Schmidsfelden, ins Aschenfeld bei Eisenbach oder auf die Alpe Wenger Egg. Der Glasmacherweg: 20 Kilometer quer durch die Wälder und über die Berge der Adelegg. Geschichte und Natur werden auf dem Weg lebendig – ein Erlebnis für alle Sinne. Wer sich auf den Weg macht und die Augen öffnet, der entdeckt eine ganz eigene Welt – die Faszination der Adelegg. Wo die Zeit manchmal still steht.

 

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